Erschienene Bände

 

Band 1: Briefe der Jahre 1524-1531

Bearb. v. Gäbler, Ulrich / Zsindely, Endre.
1974. 268 S. ISBN 3-290-11334-5

53 Briefe dokumentieren Bullingers Tätigkeit als Lehrer in der Klosteschule Kappel (1523-1529) und als Pfarrer in seiner Heimatstadt Bremgarten (1529-1531) sowie seinen Amtsantritt als Nachfolger Zwinglis in Zürich. Unter den Korrespondenten finden sich Zwingli, Leo Jud, Johannes Oekolampad, Berchtold Haller, Ambrosius Blarer u.a.
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Band 2: Briefe des Jahres 1532

Bearb. v. Gäbler, Ulrich / Zsindely, Endre / Senn, Matthias u. a.
1982. 304 S. ISBN 3-290-11467-8

Zu den Hauptthemen der 113 Briefe aus Bullingers erstem Jahr als Vorsteher der Zürcher Kirche gehören die Lage der Reformierten nach der Niederlage bei Kappel, der Berner Synodus, das Zofinger Täufergespräch, die Abendmahlskontroverse mit Luther sowie die Diskussion über Kirche und Staat mit Leo Jud. Wichtige Korrespondenten sind u.a. Martin Bucer, Wolfgang Capito, Joachim Vadian, Oswald Myconius, Albrecht von Preußen und Philipp von Hessen.
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Band 3: Briefe des Jahres 1533

Bearb. v. Zsindely, Endre / Senn, Matthias.
1983. 292 S. ISBN 3-290-11531-3

In den 145 Briefen diese Jahres zeichnet sich eine beträchtliche Ausweitung des Korrespondentenkreises und der geographischen Ausdehnung des Briefwechsels ab. Thematische Schwerpunkte sind u.a. Zürichs Streit mit den katholischen Orten um das Messemandat von 1532, die Solothurner Reformationswirren, Klagen und Bitten vertriebener Pfarrer und theologische Fragen im Zusammenhang mit den Täufern.
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Band 4: Briefe des Jahres 1534

Bearb. v. Zsindely, Endre / Senn, Matthias / Rüetschi, Kurt Jakob / Bächtold, Hans Ulrich.
1989. 484 S. ISBN 3-290-11600-X

Die 198 ausführlich erläuterten Briefe des Jahres 1534 vermitteln ein lebendiges Bild von ganz unterschiedlichen Ereignissen wie der Eroberung Württembergs durch Herzog Ulrich, Bullingers Badekur, der Affaire des placards in Paris, dem Treiben ungebärdiger Mönche in Rüti, dem Streit mit den Lutheranern, einem Bestechungsskandal im Berner Rat usw.
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Band 5: Briefe des Jahres 1535

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer / Rüetschi, Kurt Jakob.
1992. 507 S. ISBN 3-290-10856-2

Während einige der 206 Briefe bewegende Einblicke in Bullingers Privatleben gewähren, spiegeln sich in anderen Ereignisse von historischer Tragweite wie der Untergang des Täuferreiches zu Münster und der Feldzug des Kaisers nach Tunis. Die Bemühungen um einen Ausgleich zwischen reformiertem und lutherischem Abendmahlsverständnis wie auch der Versuch des französischen Königs, Protestanten und Vertreter der römischen Kirche miteinander ins Gespräch zu bringen, provozieren hitzige Debatten.
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Band 6: Briefe des Jahres 1536

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
1995. 518 S. ISBN 3-290-10980-1

Mit den Briefen des Jahres 1536 erreicht die Edition von Bullingers Korrespondenz einen ersten markanten Höhepunkt. Im Zentrum steht der Schriftwechsel rund um die innerprotestantischen Bekenntnisverhandlungen, welche in das Erste Helvetische Bekenntnis und die Wittenberger Konkordie münden. Neues Licht fällt aber auch auf Ereignisse wie den militärischen Vorstoß Berns nach Savoyen, durch den der Reformation in der Westschweiz der Weg geebnet wurde. Die 224 zumeist erstmals publizierten Dokumente erweisen den Bullinger-Briefwechsel erneut als erstrangige Quelle für die Kenntnis des 16. Jahrhunderts.
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Band 7: Briefe des Jahres 1537

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
1998. 357 S. ISBN 3-290-10980-1

Die 156 Briefe des Jahres 1537 werfen ein helles Licht auf die inneren Zerreißproben, denen die reformierten Kirchen der Eidgenossenschaft schon kurz nach ihrer Einigung auf das Erste Helvetische Bekenntnis ausgesetzt waren. Ein besonderes Schwergewicht bildet die umfangreiche Korrespondenz zum Streit um die Sakramentslehre, der die Berner Kirche zu spalten drohte. Die Loyalität Zürichs gegenüber dem theologischen Vermächtnis Zwinglis verhinderte letztlich den Anschluß der Schweiz an den deutschen, lutherisch geprägten Protestantismus. Andrerseits illustriert der Briefwechsel die europaweite Ausstrahlung des Zürcher Reformationsmodells, wobei für diesen Jahrgang besonders auf die erstarkenden Beziehungen zu England hinzuweisen ist. Von weitreichender Bedeutung war auch die enge Verbindung zwischen Zürich und Genf, deren Entstehung sich anhand der hier publizierten Dokumente im einzelnen studieren läßt.
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Band 8: Briefe des Jahres 1538

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
2000. 311 S. ISBN 3-290-17211-2

Zwar umfaßt Bullingers Korrespondenz des Jahres 1538 "nur" 123 Briefe, doch enthalten diese eine erstaunliche Fülle von Informationen, vor allem zu den konfessionellen Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb der Eidgenossenschaft. Anfangs steht der Aufstand der zwinglischen Landpfarrer gegen Bucers neuen Berner Katechismus im Zentrum des Interesses. Später verschiebt sich die Perspektive wieder auf die laufenden Bemühungen der Schweizer um eine Verständigung mit Luther, die im Spätsommer zu einem vorläufigen Abschluß kommen. Unter den vielen weiteren Themen verdienen die zunehmenden Kontakte zu England und die Studentenbriefe des späteren Antistes Rudolf Gwalther besondere Beachtung.
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Band 9: Briefe des Jahres 1539

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
2002. 295 S. ISBN 3-290-17220-1

Neben vielen anderen Themen treten in Bullingers Briefwechsel des Jahres 1539 besonders die Bemühungen um einen religiösen Ausgleich im Reich hervor. Dem geplanten protestantisch-katholischen Religionsgespräch brachten vor allem die Zürcher und Konstanzer Theologen grosse Skepsis entgegen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die erbitterten Auseinandersetzungen um das rechte Verhältnis von Universität und Kirche in Basel, in die Bullinger mit hineingezogen wurde. Zahlreiche Briefe belegen den dichten Nachrichtenfluss, auf den sich der Zürcher Kirchenführer stützen konnte. Während der Horizont seiner Korrespondenz im vorliegenden Jahrgang spürbar europäischer wird, finden sich unter den 133 Briefen auch immer wieder Dokumente, die seine massgebliche Rolle im Kirchen- und Staatswesen von Zürich beleuchten.
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Band 10: Briefe des Jahres 1540

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
2003. 224 S. ISBN 3-290-17265-1

Bullingers Briefwechsel aus dem Jahr 1540 ist wesentlich durch die kirchengeschichtlichen Hauptereignisse der Zeit, die Religionsgespräche in Hagenau und Worms, geprägt. Zu einem wichtigen Stützpunkt des Nachrichtennetzes entwickelt sich Marburg, wo sich mehrere Zürcher Studenten einfinden. Unter ihnen tritt besonders der spätere Antistes Rudolf Gwalther hervor, der Bullinger nicht nur über Persönliches wie etwa seinen Kontakt mit dem Dichter Eobanus Hessus, sondern auch über die reformationsgeschichtlich folgenreiche Doppelehe des hessischen Landgrafen berichtet. Als weitere Konfliktfelder, welche durch die 99 neu veröffentlichten Briefe beleuchtet werden, sind besonders die Spannungen im Verhältnis zwischen Kirche und Staat in Basel und die Streitigkeiten der Berner Theologen über die Abendmahlslehre zu nennen. Weitere Schwerpunkte bilden etwa die Briefe mit Nachrichten aus England sowie die Schreiben, die auf Bullingers jüngstes Buch "Der christliche Ehestand" Bezug nehmen.
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Ergänzungsband A: Addenda und Gesamtregister zu Band 1-10

Bearb. v. Bächtold, Hans Ulrich / Henrich, Rainer.
2004. 175 S. ISBN 3-290-17316-X

Als Nachtrag zu den ersten zehn Bänden der Bullinger-Korrespondenz bietet der vorliegende Band weitere 26 Briefe von oder an Bullinger aus den Jahren 1526-1540/41. Unter den Korrespondenten finden sich prominente Persönlichkeiten wie etwa Zwinglis Kollege Leo Jud oder Herzog Albrecht von Brandenburg. Die Korrigenda und ergänzenden Hinweise zu den früher publizierten Briefen sind dank der übersichtlichen Bündelung in einem separaten Ergänzungsband leicht zu benützen. Das bereinigte Gesamtregister ersetzt faktisch die bisherigen Einzelbandregister. Damit ist nun auch die enorme Fülle von über 5000 Personen- und Ortsnamen optimal erschlossen.
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Band 11: Briefe des Jahres 1541

Bearb. v. Henrich, Rainer/ Kess, Alexandra / Moser, Christian.
2005. 385 S. ISBN 3-290-17339-9

Bullingers intensiver Briefwechsel rund um die Religionsgespräche in Worms und Regensburg ergänzt die andernorts laufenden Editionen der Reichstags- und Religionsgesprächsakten in idealer Weise. Einige z.T. sehr umfangreiche Briefe dokumentieren eine bisher unbeachtete Debatte über die Abendmahlslehre des Basler Gräzisten Simon Grynäus sowie Bullingers theologisches Gespräch mit dem württembergischen Kanzler Nikolaus Müller, der dem Spiritualisten Kaspar Schwenckfeld nahe stand. Das Pestjahr 1541 mit seiner langen Liste von Opfern stellte Bullinger vor ganz praktische seelsorgerliche Probleme. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die zahlreiche Studentenbriefe, vor allem von Zürcher Studenten in Marburg. Zu den herausragenden Einzelstücken gehört auch ein Brief Vadians, der Einblick in die historiographische Werkstatt der beiden Humanisten gibt. Unter den Korrespondenten, die 1541 erstmals in Erscheinung treten, ist u.a. der bedeutende katholische Chronist und Politiker Ägidius Tschudi.
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Band 12: Briefe des Jahres 1542

Bearb. v. Henrich, Rainer / Kess, Alexandra / Moser, Christian.
2006. 299 S. ISBN 978-3-290-17431-6

Soll eine christliche Stadt die Drucklegung des Korans zulassen? Dies ist eine der Fragen, zu der Bullinger und seine Amtskollegen per Brief dezidiert (und in positivem Sinne) Stellung beziehen. Eine brisante Frage angesichts der Niederlage des christlichen Heeres in Ungarn. Und gleichzeitig wirbt der französische König in seinem Krieg gegen den Kaiser nicht nur um militärische Unterstützung durch den türkischen Sultan, sondern auch um eidgenössische Söldner! Bullinger war es nicht vergönnt, im theologischen Elfenbeinturm zu leben – davon zeugen auch die 114 Briefe dieses neuen Briefwechselbandes. Zu den Ereignissen, die sich in der Korrespondenz des Zürcher Kirchenleiters niederschlagen, gehört u.a. die durch die Inquisition in Italien ausgelöste Welle von Glaubensflüchtlingen. Darunter sind prominente Figuren der Reformationsgeschichte wie Peter Martyr Vermigli und Celio Secondo Curione, die auch umgehend selbst einen Platz im weitgespannten Netzwerk von Bullingers Briefpartnern einnehmen.
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Band 13: Briefe des Jahres 1543

Bearb. v. Henrich, Rainer / Kess, Alexandra / Moser, Christian.
2008. 381 S. ISBN 978-3-290-17459-0

Vertritt Bullinger mit seiner Ablehnung der Polygamie einen ebenso verkehrten Rigorismus wie die von ihm bekämpften Täufer? Dies ist nur eine der heiklen Fragen, über die in Bullingers Briefwechsel des Jahres 1543 diskutiert wird. Auch im jüngsten Briefjahrgang erweitert sich der Korrespondentenkreis; Bullinger tritt erstmals in Kontakt mit Anhängern der Reformation in Venedig (Baldassare Altieri) und Siebenbürgen (Johannes Honter). Nach längerer Unterbrechung kommt auch das Gespräch mit dem Straßburger Reformator Martin Bucer wieder in Gang. Dessen Mitwirkung an der Reformation im Erzbistum Köln ist Thema zahlreicher Briefe. Breiten Raum nehmen auch die Nachrichten über den Aufenthalt des Kaisers in Deutschland und seinen Feldzug am Niederrhein ein. Luthers gereizte Reaktion auf die Zusendung einer neuen Zürcher Bibelübersetzung löst wachsende Sorgen um die Einheit der Protestanten aus, die weitreichenden Folgen dieses Vorfalls lassen sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch kaum erahnen.
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Band 14: Briefe des Jahres 1544

Bearb. v. Bodenmann, Reinhard / Henrich, Rainer / Kess, Alexandra / Steiniger, Judith.
2011. 645 S. ISBN 978-3-290-17565-8

Der vorliegende Band enthält 227 Briefe; das sind 104 Stücke mehr als im Band zuvor. Allmählich dehnt sich Bullingers Korrespondentennetz aus, und im Falle einzelner Korrespondenten, wie Ambrosius Blarer, Johannes Gast, Johannes Calvin und Eberhard von Rümlang, intensiviert sich der Briefaustausch. – Der Reichstag zu Speyer, die Kriegsvorbereitungen von Kaiser Karl V. gegen König Franz I. und das darauf folgende Kriegsgeschehen geben wiederholten Anlass zu Nachrichten. Häufig werden Informationen und Überlegungen ausgetauscht über die in diesem Krieg involvierten eidgenössischen Söldner, wie auch über die Türken, die auf der östlichen Flanke des Reiches und im Mittelmeergebiet gefährlich wurden. Auch über das im Februar 1544 in Rom entdeckte Grab von Kaiser Flavius Honorius (384-423 n.Chr.) und dessen Gattin Maria (gest. 407/408) erfährt man einiges. – Auf kirchlicher Ebene wird über den in Bern neu entflammten Streit zwischen Zwinglianern und Buceranern sowie auch über den Kölner Reformationsversuch berichtet, und in der zweiten Jahreshälfte erregt der durch Luthers "Kurtz bekentnis" wieder entfachte Abendmahlsstreit die Gemüter. Die sich damals der Reformation zuwendende Pfalz, die Grafschaft Mömpelgart (welche Graf Christoph von Württemberg dem Luthertum zuzuführen begann), der durch Jean Chaponneau in Neuenburg (Neuchâtel) ausgelöste Streit über die Kirchenzucht sowie auch die Täufer sind Gegenstand von Nachrichten. – Über neu verfasste Schriften, u.a. von Bullinger, erfährt man recht vieles, sei es über deren Abfassung, Übersetzung und Druck, oder über die Wahl der Adressaten deren Widmungsepisteln. Von diesem Band an werden alle Drucke des 16. Jhs., u.a. auch Bullingers Schriften, in das Register aufgenommen, so dass der Zugang zu diesen Informationen erleichtert wird.
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Band 15: Briefe des Jahres 1545

Bearb. v. Bodenmann, Reinhard / Kess, Alexandra / Steiniger, Judith.
2013. 746 S. ISBN 978-3-290-17664-8

Der Briefwechsel des Zürcher Antistes Heinrich Bullinger (1504-1575) ist für Historiker, die sich mit dem 16. Jahrhundert befassen, eine der bedeutendsten epistolarischen Quellen, sowohl in politischer, kultureller, kirchenhistorischer, mentalitätsgeschichtlicher, biographischer als auch in wirtschaftlicher, meteorologischer und astronomischer Hinsicht. Im vorliegenden Band sind 259 erhaltene Briefe aus dem Jahr 1545 veröffentlicht. Für die Eidgenossenschaft und ihre Verbündeten kommt der Korrespondenz mit Personen aus Basel, Bern, Lausanne, Graubünden (darunter mit italienischen Glaubensflüchtlingen) und St. Gallen eine besondere Bedeutung zu. So ergeben sich etwa neue Erkenntnisse zur Reformation im Appenzellerland sowie die Möglichkeit, die Entstehung der Eidgenössischen Chronik von Johannes Stumpf und Vadians Mitarbeit daran zu verfolgen. Aus dem deutschen Raum sind Briefaustausche mit Bayern (besonders Augsburg), Baden-Württemberg (u.a. Konstanz), Hessen (Frankfurt am Main und Marburg), Nordrhein-Westfalen (Köln und Bonn) und mit Ostfriesland (u.a. Emden) zu erwähnen; im Falle Frankreichs mit Nozeroy (Gilbert Cousin), Reichenweier und Straßburg, darunter mit Studenten, englischen Flüchtlingen und natürlich auch mit Martin Bucer. Auf kirchenhistorischer Ebene spielen der Kölner Reformationsversuch und die Auseinandersetzungen der Zürcher Kirche mit Martin Luther und Johannes Cochläus eine besondere Rolle. Auch zu Johannes Calvin liefert der Band bislang Unbekanntes.
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Band 16: Briefe von Januar bis Mai 1546

Bearb. v. Bodenmann, Reinhard / Kess, Alexandra / Steiniger, Judith.
2014, 443 S. ISBN 978-3-290-17760-7

Der Briefwechsel des Zürcher Antistes Heinrich Bullinger (1504-1575) ist für Historiker, die sich mit dem 16. Jahrhundert befassen, eine der bedeutendsten Quellen in politischer, kultureller, kirchenhistorischer, mentalitätsgeschichtlicher und biographischer Hinsicht. Er vermittelt auch zahlreiche Informationen zu den Publikationen jener Zeit. Im vorliegenden Band sind 134 Briefe, die zwischen Januar und Mai 1546 verfasst wurden, veröffentlicht, zusammengefasst und kommentiert. 48 Korrespondenten sind daran beteiligt. Nur 54 dieser Briefe ergaben sich aus Kontakten innerhalb der Eidgenossenschaft inklusive der Zugewandten Orte. In Band 16 wird ersichtlich, wie die Protestanten im Reich und in der Eidgenossenschaft Luthers Tod und die besorgniserregenden Ereignisse in Deutschland, die im Sommer 1546 zum Schmalkaldischen Krieg führten, aufnahmen. Die Briefe dokumentieren Zürichs Ausstrahlung auf die benachbarten Kantone und Städte bis über die Grenzen der heutigen Schweiz hinaus. Besonders wichtig ist der Briefwechsel mit Augsburg, Basel und Konstanz. Doch erlauben es die Briefe des vorliegenden Bandes ebenfalls, Bullingers Einfluss im Aargau, Elsass, in Friesland, Graubünden und Köln zu verfolgen. Die Briefe von Zürcher Studenten in Basel, Straßburg und Marburg liefern zudem interessante und zum Teil noch unbekannte Informationen über die jeweiligen Ausbildungsstätten. Die Einleitung hebt die wichtigsten Erkenntnisse hervor, die bei der Bearbeitung der neu veröffentlichten Briefe gewonnen wurden. Sie enthält u.a. eine interessante sechsseitige Darstellung zur Persönlichkeit Bullingers, wie sie aus den Briefen des vorliegenden Bandes rekonstruiert werden kann.
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Band 17: Briefe von Juni bis September 1546

Bearb. v. Bodenmann, Reinhard / Kess, Alexandra / Steiniger, Judith.
2015, 547 S. ISBN 978-3-290-17782-9

Enthalten sind 152 zwischen Juni und September 1546 verfasste Briefe, denen je eine deutsche ausführliche Zusammenfassung vorangeht. Involviert sind 33 Briefschreiber aus Deutschland und der Schweiz. Hauptthema: Der Schmalkaldische Krieg (1546/47), bei dem es zu einer Auseinandersetzung fast aller protestantischen Fürsten und Freien Städte Deutschlands mit dem katholischen Kaiser Karl V. kam. Die erschlossenen Quellen erlauben völlig neue Erkenntnisse zur damaligen Haltung der einzelnen eidgenössischen Orte. Auch wenn kein Ort offiziell in den Krieg zog, beteiligten sich aufseiten der deutschen Protestanten etwa 4‘000 Söldner aus den vier protestantischen Orten Basel, Bern, Schaffhausen und Zürich (darunter 150 Stadtzürcher), aus Appenzell, den Juragebieten und sogar aus Uri. Der Band liefert neue Angaben zu Augsburg, zu zahlreichen durch den Krieg motivierten Veröffentlichungen (von denen etliche bis heute in der Zentralbibliothek Zürich erhalten geblieben sind) sowie auch zur Haltung der Kirchenvorsteher Bullinger (Zürich) und Oswald Myconius (Basel) gegenüber dem Krieg. Beim neu eingeschlagenen Kurs der Berner in der Abendmahlsfrage wird Bullingers Einfluss deutlich. Die vorliegende Veröffentlichung gewährt Einblicke in die Druckfertigstellung von Bullingers Lukaskommentar und die Wahl des Augsburger Bürgermeisters Hans Welser als Widmungsempfänger. Sie bietet eine interessante Angabe zur Überlieferung eines Zwingli-Porträts. Erwähnenswert sind auch die Nachrichten über die Zürcher Studenten in Straßburg (die sich weigerten, am Abendmahl teilzunehmen) und in Marburg (die eine Reise durch das schon im Krieg stehende Deutschland wagten). Wie immer vermittelt dieser internationale Briefwechsel zahlreiche noch unbekannte biographische Angaben zu Menschen aller gesellschaftlichen Schichten, mitunter sogar zu Persönlichkeiten wie Landgraf Philipp von Hessen.

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Band 18: Briefe von Oktober bis Dezember 1546

Bearb. v. Bodenmann, Reinhard / Kess, Alexandra / Steiniger, Judith.
2017, 496 S., ISBN 978-3-290-17889-5547

Der Band enthält 130 zwischen Oktober und Dezember 1546 verfasste Briefe, denen jeweils eine ausführliche deutsche Zusammenfassung vorangeht. Involviert sind 42 Briefschreiber, insbesondere Ambrosius Blarer, Oswald Myconius, Johannes Haller und Martin Bucer. Der Band vermittelt Informationen zum Schmalkaldischen Krieg (1546/47), zur politischen Haltung der Eidgenossen, zum Geschehen in Augsburg, zur Schule in Kappel und Chur, zum Kirchenwesen in Basel und Bern, zum Bibliotheksnachlass des Zuger Reformators Werner Steiner wie auch zu zahlreichen zeitgenössischen Publikationen. Ausserdem finden sich im Band viele unbekannte biografische Details, u. a. zu einem Verwandten von Andreas Vesalius und zu den Berner Dekanen Jodocus Kilchmeyer und Johannes Fädminger.

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