Topographisch angeordnete Bibliographie von Nachschlagewerken und Studien zu Pfarrern der Frühen Neuzeit Europas

Benutzungshinweise

1. Projektbeschreibung

  • Unter dem in dieser Bibliographie immer wieder vorkommenden Sammelbegriff "Pfarrerbuch" sind Pfarrerverzeichnisse mit oder ohne biographische Angaben zu verstehen (und nicht etwa Tauf-, Ehe- oder Sterberodel).
  • Ziel dieses Projekts war es also, eine Bibliographie von topographisch angeordneten Nachschlagewerken und Studien zu Pfarrern der Frühen Neuzeit Europas zu erstellen.
  • Diese Bibliographie wurde im Rahmen der Heinrich Bullinger-Briefwechseledition am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte der Universität Zürich im Zeitraum von November 2010 bis Mai 2011 erstellt. Sie soll unter anderem erlauben die in den Briefen an Heinrich Bullinger erwähnten Pfarrern leichter zu identifizieren.
  • Dementsprechend konzentriert sich diese Bibliographie auf das Reformationszeitalter und die Zeit der Konfessionalisierung (16.-17. Jahrhundert). Zudem liegt der Schwerpunkt der Auflistung bei protestantischen Pfarrern, wobei auch einige Verzeichnisse für katholische Priester aufgenommen wurden, wenn sie zufällig entdeckt wurden.
  • Die Erarbeitung erfolgte unter fachkundiger Anleitung des Leiters der Heinrich Bullinger-Briefwechseledition, Reinhard Bodenmann, und unter Benutzung seiner Vorarbeiten zu diesem Projekt. Finanziert wurde das Vorhaben von der Stiftung für wissenschaftliche Forschung an der Universität Zürich, der wir zu großem Dank verpflichtet sind.
  • Die Bibliographie wird von den Mitarbeitern der Heinrich Bullinger-Briefwechseledition sowie von den Benutzern, deren Hinweise dankend entgegengenommen werden, weitergeführt. Dadurch wird sie fortwährend korrigiert bzw. erweitert und möglichst auf dem neuesten Stand gehalten. Alle später hinzugefügten bibliographischen Angaben werden durch einen vor der Notiz angebrachten Asterisken (*) gekennzeichnet.
  • An dieser Stelle sei folgenden Personen (ohne Angabe ihrer akademischen Titel) für ihre Hinweise gedankt: Jan-Andrea Bernhard, Erich Bryner, Ulrich Dühr, Julia Neumann, Hans Ulrich Pfister, und Pascal Rambeaud.

2. Erstellung und Anordnung der Bibliographie

  • Zur Erstellung dieses Verzeichnisses wurden verschiedene Quellen durchsucht: Sammlungen und Aufzeichnungen aus dem Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte an der Universität Zürich, private Aufzeichnungen von Reinhard Bodenmann, Online-Kataloge, Bibliographien über die Reformationszeit (u.a. Karl Schottenloher, Bibliographie zur deutschen Geschichte im Zeitalter der Glaubensspaltung 1517-1585, 7 Bde., Leipzig, 1933-1962, dessen bibliographische Angaben zur Visitationsliteratur hier allerdings nicht aufgenommen wurden), sowie einzelne, bereits früher zu diesem Thema verfasste Bibliographien, die zu Beginn des Verzeichnisses zitiert werden.
  • Bei der digitalen Suche wurden der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) und weitere Online-Kataloge benutzt. Diese wurden nach folgenden Stichwörtern durchsucht: Pfarrerbuch, -bücher, -liste, -verzeichnis, -geschichte, Presbyterologie, Kleriker, -liste, -verzeichnis, Geistliche, Series Pastorum, evangelische Geistliche, protestantische Geistliche, Geistlichkeit, Pasteur, Clergé protestant, usw.
  • Grundsätzlich ist die Bibliographie wie folgt aufgebaut: Die angeführten Studien wurden alphabetisch nach Ländern und innerhalb eines Landes alphabetisch nach den jeweiligen Verwaltungsstrukturen (das heißt nach Bundesland / Kanton / Département / Woiwodschaft usw.) angeordnet. Innerhalb dieser territorialen Einheiten wurden die Einträge nach den geographischen Angaben, die im Titel aufgeführt sind, alphabetisch geordnet. War dem Titel keine spezifische geographische Lage zu entnehmen, wurde dieser Titel an den Anfang der jeweiligen Verwaltungsabteilungen, d.h. außerhalb der alphabetischen Ordnung, gestellt. Dort wurden ebenfalls allgemeine Studien zu den jeweiligen Verwaltungsstrukturen dieser Abteilungen angegeben. Mit der Abgrenzung *** wurden die verschiedenen Abschnitte einer Abteilung unterteilt.
  • Neben der Auflistung der Pfarrerverzeichnisse unter den heutigen Verwaltungsstrukturen war es von Anfang an ein Hauptanliegen, die einzelnen, von uns verzeichneten Studien genauen geographischen Gebieten oder Orten zuzuordnen, um für den Benutzer die Möglichkeit zu schaffen, für einen bestimmten Ort das relevante Pfarrerbuch zu finden. Daher ist der Versuch unternommen worden, gegebenenfalls nach den angeführten Studien in einer Rubrik "Geographische Lage" die abgedeckten Gebiete der heutigen politischen Verwaltungsstrukturen - Landkreise (im Falle Deutschlands), Départements (im Falle Frankreichs), Woiwodschaften (im Falle Polens), Regionen (im Falle Tschechiens), Bundesländer (im Falle Österreichs) und Kantone (im Falle der Schweiz) - aufzulisten. Bei Ortsnamen wurden die heutigen Bezeichnungen in den jeweiligen Landessprachen verwendet, wobei versucht wurde, auch ehemalige Schreibweisen mit aufzunehmen (u.a. bei Ortschaften im heutigen Polen), um die Suche für den Benutzer so einfach wie möglich zu gestalten. Bei digitalisierten Büchern, die im Internet öffentlich zur Verfügung stehen, wurde ein Internetlink beigefügt.
  • Gegebenenfalls wurden Hinweise über ältere Ausgaben zu einer angeführten Studie angeführt.
  • Bei digitalisierten Büchern, die über das Internet öffentlich zur Verfügung stehen, wurde ein Internetlink beigefügt oder ein Hinweis gegeben, wo sie zu finden sind.

3. Einschränkungen

  • Aufgrund der Fülle der ermittelten Quellen und der begrenzten Arbeitszeit war es nicht möglich, die Relevanz jeder der hier aufgeführten Studien zu überprüfen und festzustellen, ob dort tatsächlich Pfarrerlisten zu finden sind oder nicht. Ein großer Teil der hier aufgeführten Einträge wurde also aufgrund ihrer Titel - so auch Geschichtswerke über Pfarreien aufgenommen -, wenn dieser die Vermutung nahelegte, dass in der entsprechende Studie Informationen über Pfarrer oder zumindest über einzelne Pfarrer zu finden sein könnten.
  • Die geographische Einordnung darf lediglich als ein Hinweis verstanden werden und nicht als erschöpfend. Es war nicht möglich, alte Territorien wie Grafschaften oder ehemalige Bistümer eins zu eins auf heutige Verwaltungsstrukturen zu übertragen. Deshalb ist die Rubrik "Geographische Lage" (s. oben) eher als Ausgangspunkt zu verstehen. Im Zweifelsfall wurden eher mehr Gebiete angegeben als weniger.

4. Hinweise zur Benutzung

  • Die Bibliographie ist wie folgt zu benutzen: Für die Identifizierung von einem Pfarrer eines bestimmten Ortes ist zuerst über die Suchfunktion Strg + F der entsprechende Ortsname in der Bibliographie aufzusuchen. Bleibt die Suche erfolglos, ist der Landkreis bzw. Kanton, Département usw. des gesuchten Orts zu ermitteln. Diese Ermittlung ist ohne Aufwand über das Online-Lexikon Wikipedia möglich. Der ermittelte Landkreis/Kanton usw. ist nun wiederum über die Suchfunktion Strg + F in der Bibliographie aufzusuchen und sollte zu einem Ergebnis führen.

 

Martin Böger
Zürich, Juni 2011

 

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