Christian Moser

 

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Dr. theol., lic. phil.
Assoziierter Forscher

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Vita

Geb. 1976

in Winterthur

1997-2003

Studium der Allgemeinen Geschichte, Kirchengeschichte und der lateinischen Philologie des Mittelalters in Zürich

2003

Lizentiat

2003/2004

Visiting Fellow, St. Andrews Reformation Studies Institute, University of St. Andrews/Schottland

Juni 2004 - Mai 2007

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bullinger-Briefwechseledition

Juni 2007 - Sept. 2008

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte

April 2008

Promotion Dr. theol.: Die Dignität des Ereignisses: Studien zu Heinrich Bullingers Reformationsgeschichtsschreibung (ausgezeichnet mit dem Jahrespreis der Universität Zürich 2009)

2008-2017

Oberassistent am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte

2013/2014

Visiting Fellow, Yale Divinity School, Yale University

Forschungsschwerpunkte

  • Reformationsgeschichte, Zürcher Reformation, Heinrich Bullinger, Theodor Bibliander
  • Frühneuzeitliche Geschichtsschreibung und -theorie
  • Universalchronistik
  • Reformierte Irenik 1580-1720
  • "Orthodoxe" italienische Reformatoren: Girolamo Zanchi, Petrus Martyr Vermigli
  • Geschichte der Exegese, Bibelkritik und Bibelwissenschaft

Josias Simler: Narratio de ortu, vita et obitu reverendi viri d. Henrici Bullingeri (1575)

Kurz nach dem Ableben Heinrich Bullingers 1575, das eine Zäsur in der Geschichte der Zürcher Kirche markiert, erschienen drei biographische Würdigungen aus den Federn von Bullinger nahestehenden Personen: Unter ihnen ragt die Schrift Josias Simlers "Narratio de ortu, vita et obitu reverendi viri d. Henrici Bullingeri, Tigurinae ecclesiae pastoris", Zürich 1575, hervor, die eine umfassende Darstellung von Bullingers Leben und Werk und darüber hinaus eine Geschichte der Zürcher Kirche unter Bullinger bietet.

Eng daran anschliessend präsentiert sich Ludwig Lavaters kürzere Vita in deutscher Sprache mit dem Titel "Vom läben und tod deß eerwirdigen unnd hochgeleerten herren Heinrychen Bullingers, dieners der kyrchen zuo Zürych", Zürich 1576, während sich Johann Wilhelm Stuckis Beitrag dem Genre der Leichenpredigten zuweisen lässt: "Oratio funebris in obitum d. Henrici Bullingeri", Zürich 1575.

In Arbeit ist vorerst eine historisch-kritische Edition der Vita Simlers mit Einleitung und Kommentar im Verbund mit einer parallelen modernen deutschen Übersetzung - letztere wird in Zusammenarbeit mit Martin H. Graf und Barbara Vanotti verfasst.

Die Publikation vermag durch ihre Anlage verschiedenen Wünschen und Zugängen gerecht zu werden, da die kommentierte Edition des lateinischen Textes den Zugriff auf Phänomene der konfessionellen Biographik und die neuesten Ergebnisse der Bullingerforschung ermöglicht, während die deutsche Übersetzung auch für den Nichtexperten eine bequeme Form der Annäherung an das Leben und Werk Bullingers bietet.